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Gefässkrankheiten in Essen

Schaumverödung von kleineren Varizen

Die sogenannten Besenreiser, feine Venengeflechte unter der Haut, treten bei ca. 50% der Bevölkerung auf. In 10-15% sind sie ein Anzeichen für eine stärkere Bindegegewebsschwäche bzw. eine tieferliegende Venenschwäche, den Krampfadern oder Varizen. Daher sollte vor einer geplanten Schaumverödung eine Fabduplexsonographie der Venen zum Ausschluß einer insuffizienten Verbindung zu den tiefen Venen erfolgen.

Frauen leiden häufiger als Männer unter Besenreiser. Diese scheinen rötlich oder bläulich auf der Haut und werden durch Schwangerschaft, Alter, Übergewicht, Bürstenmassagen und intensive Sonnenbestrahlung oder Wärme wie in Solarien oder Badewannen gefördert.

Das ästhetisch-kosmetische Problem kann mittels Verödung durch Medikamente oder  mit Laser erfolgversprechend behandelt werden. Größere Krampfadern, welche den Rückfluss des Blutes zum Herzen behindern, müssen operativ entfernt werden.

Bei der  Schaumverödung wird durch eine sehr feine Nadel  mit feinsten Luftbläschen auf geschäumtes Aethoxysklerol in niedriger Konzentration im Verhältnis 1: 4-1: 5 (Ä:L), in die Venen gespritzt, welches zu einer Wandverdickung und damit zum Venenverschluss (Phlebitis)  führt. Das Einspritzen ist bei größeren Venen schmerzfrei, kann jedoch bei den feinen Besenreiser durchaus kurzzeitig unangenehm brennen. Der Körper baut die verklebten Venen in den folgenden Wochen ab, ohne dass Narben zurückbleiben. Anschließend wird das Umhergehen für 20-30 min empfohlen und je nach Größe der Venen und Ausmaß der Bindegewebsschwäche ein Kompressionsstrumpf für 1-2 Wochen  getragen oder im Falle von Besenreisersklerosierung das Bein für eine Nacht gewickelt. Risiken bestehen selten in allergischen Reaktionen, bräunlichen Streifen, Venenentzündungen und ggf. Narben bei fehlerhafter Applikation. Bei Neigung zu Migräne kann eine Migräneattacke durch das Mittel ausgelöst werden. Sehr selten kann  eine Thrombose auftreten.

Einschränkungen für sportliche Betätigungen existieren nicht, es besteht keine Arbeitsunfähigkeit, nur Wärme (Sauna, Thermalbad) und direkte Sonnenbestrahlungen sollten für ca. 4 Wochen gemieden werden.

Eine weiter moderne Möglichkeit der Behandlung der Besenreiser ist die Laserverödung. Lesen Sie hier weiter.

Ansprechpartner in der Praxis:


Gefäßkrankheiten Essen
Rüttenscheider Straße 199
45131 Essen
Gefäßkrankheiten Mülheim
Kämpchenstraße 31
45468 Mülheim