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Gefässkrankheiten in Essen

Venen-Stripping

offener Leistenzugang, < zeigt die defekte Vene

Das Grundprinzip des klassischen Operationsverfahren von Krampfadern besteht in der Entfernung der kranken Venen, dem Ziehen oder Strippen.
Die OP wird üblicherweise in Allgemeinnarkose durchgeführt.
Im Detail wird die erkrankte Venen bei dieser Operationstechnik über einen Zugang in der Leiste oder in der Kniekehle präpariert, zwischen Unterbindungen durchtrennt und anschließend an einer Sonde aus dem Bein herausgezogen, d.h. die Krampfader wird in dem Bereich entfernt, in dem sie erkrankt ist. Der gesunde Teil verbleibt im Bein und kann ggf. später als Ersatzteil z.B. für einen Bypass der Herzkranzgefäße verwendet werden.

Für die Operation sind Sie in aller Regel ca. 1 Stunde im Op und 3-4 Stunden in unserem tagesklinischen Bereich. Danach laufen sie nach Hause.
Ein fester Kompressionsverband, der von uns im Op angelegt wird, erschwert das normale Gehen und Bewegen, kommt aber schon nach drei Tagen ab und wird durch den Kompressionsstrumpf ersetzt, den sie von uns verordnet bekommen und den Sie  für eine Zeitspanne von ca. 4-6 Wochen nach der Op tragen müssen.

Begleitende Krampfadern:
Einleuchtend ist, dass man mit einem Draht nur relativ gerade Venen passieren kann; stark gekrümmte oder zu dünne Seitenäste dagegen nicht. Um dennoch ein optimales kosmetisches Ergebnis zu erzielen, entfernen wir üblicherweise die Seitenäste mikrochirurgisch, ohne Schnitte, über kleinste kreisförmige Zugänge von ca. 1,5 mm Durchmesser, die in aller Regel narbenfrei abheilen.
Bei diesem eher „nebensächlichen“ Teil der Operation entsteht hinterher glt. der größere Teil der Beschwerden, durch z.B. Blutergüsse oder passagere Nervenirritationen.

Grundsätzlich bestehen bei dem Operieren von Krampfadern (wie bei jedem operativem  Eingriff) statische Risiken, die auch durch größte Sorgfalt des Operationsteams nicht auf Null reduziert werden können:

  • Es kann bluten. Im Bereich des Operationsgebietes sowohl in der Leiste als auch der Kniekehle liegen große Arterien und Venen in unmittelbarer Nachbarschaft. Verletzungen diese großen Strukturen könnten potentiell schwerwiegende Folgen für das Bein haben.
  • Die Entstehung einer Venenthrombose. Dieses Risiko ist grundsätzlich bei jeder Manipulation an einer Vene gegeben. Bei uns werden Sie vor der Operation heparinisiert (mittels Heparinspritzen) um medikamentös einer Thrombusentstehung entgegenzuwirken und so rasch wie möglich nach der Operation aus dem Bett „geworfen“, weil Bewegung Thrombosen vorbeugt.
  • Schädigung von Gefühlsnerven: bei einer herkömmlichen "Stripping" Operation besteht diese Gefahr ebenso wie bei den minimal invasiven Techniken, zumeist am Unterschenkel. Aus diesem Grund wird die Krampfader zumeist nur bis unterhalb des Kniegelenks gezogen. Weiter unterhalb gelegene Seitenäste werden über Mikrozugänge (s.o.) mechanisch entfernt. Sofern ein Nerv nicht zufällig komplett durchtrennt wurde, bilden sich etwaige Gefühlsstörungen zumeist innerhalb von Wochen (bis 12 Monaten) zurück.
  • Infektionen: grundsätzlich kann bei jedem Eingriff eine Infektion komplizierend hinzutreten.
    Die Leistenregion ist diesbezüglich wegen der vielen Haarwurzeln im OP Gebiet eher gefährdet. Entscheidend ist jedoch in aller erster Linie die Dauer der Op. Und die wird nicht zuletzt durch den Grad der Erfahrung und Souveränität des Operateurs bestimmt.

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