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Gefässkrankheiten in Essen

Dialyse-Shunt

Definition
Als Shunt bezeichnet man eine künstlich angelegte Kurzschlussverbindung zwischen einer Arterie (Schlagader) und einer Vene. Ein solcher Shunt existiert natürlicherweise im Körper nicht. Man unterscheidet Shunts aus körpereigener Vene oder aus Kunststoff. In bestimmten Fällen kann auch ein Katheter in die Bauchhöhle eingelegt werden, über den der Patient die Dialyse selbständig zu Hause durchführen kann.

Symptome
Aufgrund verschiedenster Erkrankungen ( u.a. auch durch Diabetes mellitus - Zuckerkrankheit) können im Laufe der Zeit beide Nieren ihre Funktion einbüßen. Als Folge hiervon wird der Körper von Stoffwechselprodukten und Blutsalzen – in erster Linie – Kalium überschwemmt. Die Symptome des Nierenversagens können über längere Zeit unerkannt bestehen. Verminderte Bildung des roten Blutfarbstoffs führt zu Müdigkeit, Abgeschlagenheit, die Anreicherung von Substanzen, die normalerweise mit dem Urin ausgeschieden werden, kann zu Juckreiz führen. Die Anhäufung von Kalium führt zu Herzrhythmusstörungen. Dies alles kann zu lebensbedrohlichen Zuständen führen. Es muss also eine Möglichkeit geschaffen werden, das Blut von diesen Stoffen zu reinigen.

Therapie
Dies geschieht durch einen sogenannten „Zugang“, der es ermöglicht das Blut außerhalb des Körpers zu entgiften und im Anschluss wieder dem Körper zuzuführen. Hierzu können Katheter, die in die Blutbahn eingeführt werden dienen oder eben sogenannte „Shunts“. Unter einem Shunt versteht man eine Kurzschlussverbindung zwischen einer Schlagader (Arterie) und einer Vene, in welcher das Blut dann wieder zum Herzen zurückfließt. Diese Verbindung wird auch als „Fistel“ bezeichnet. Die am einfachsten anzulegende und häufigste Fistel trägt den Namen eines ihrer Erfinder, die sog. „Cimino-Fistel“, die am handgelenksnahen Unteram in örtlicher Betäubung anlegt werden kann. Ein solcher Shunt ist aber erst nach einer Entwicklungszeit von mehreren Wochen zur Dialyse brauchbar, da er diese Zeit braucht um einen genügenden Blutdurchfluss zu entwickeln. In der Zwischenzeit kann die Dialyse über einen sogenannten „zentralen Katheter“ - am Hals angelegt – erfolgen. Der Nachteil der Katheter: bei längerer Liegedauer dieser Katheter kommt es in der betroffenen Vene zu einer Engstellung (Stenose) und in der Folge zu vermindertem Durchfluss, der wiederum die Dialyse beeinträchtigt.. Daher ist ein funktionstüchtiger Shunt immer der bessere Weg. Und hier ist der Shunt aus körpereigener Vene immer dem Prothesenshunt aus Kunststoff vorzuziehen, da dieser zu wiederholten Problemen neigen kann.


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