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Gefässkrankheiten in Essen

Das diabetische Fußsyndrom (DFS)

Begriffserklärung
Unter dem DFS versteht man krankhafte Veränderungen nach lange bestehendem Diabetes mellitus. Es finden sich komplexe Krankheitserscheinungen, die aus Missempfindungen aufgrund der sogenannten „Polyneuropathie“, Verschlüssen vor allem der Schlagadern des Unterschenkels, begleitenden Fehlstellungen des Fußskeletts und Entzündungen bestehen können. Alle diese Veränderungen können einzeln oder in Kombination zu einer Beinbedrohung - mit der möglichen Folge einer Amputation - führen. Daher ist eine frühzeitige Untersuchung bei Spezialisten (Angiologen, Gefäßchirurgen) dringend angeraten.

Symptome
Hinweisend können Missempfindungen sein, die jeder Patient anders empfinden kann (Brennen, Taubheitsgefühle). Diese sogenannten „Parästhesien“ können dazu führen, dass ein Patient Wunden an seinen Füßen nicht frühzeitig bemerkt. Außerdem können Sehschwächen dazu führen, dass der Patient seine Wunden auch nicht ausreichend beurteilen kann. So kann sich dann eine größere Wunde („Malum perforans“) an der Fußsohle entwickeln - vom Patienten unbemerkt. Auch ein nach kürzerer Wegstrecke auftretender Schmerz in der Wade kann ein Warnzeichen darstellen.

Diagnostik
Die Diagnostik bei anzunehmenden Veränderungen der Schlagadern beginnt nach Erhebung der Krankengeschichte („Anamnese“), der körperlichen Untersuchung und einigen schmerzlosen Messungen mit einer Farb-Ultraschall-Untersuchung der Blutgefässe.

Sollten Veränderungen festgestellt werden, die durch medikamentöse Behandlung nicht zu beeinflussen sind, kann zum Beispiel eine Kontrastmittel-Untersuchung („Angiographie“) - auch ambulant - in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Therapie
Sofern eine Engstelle als Ursache der krankhaften Veränderungen festgestellt wird, kann in gleicher Sitzung mit der Kontrastmittel-Untersuchung eine Erweiterung mit einem speziellen Ballon-Katheter durchgeführt werden. So kann heutzutage eine Operation umgangen werden.
Jedoch gibt es auch Veränderungen, die nur durch eine Operation („Ausschälung“ oder „Bypass“) angegangen werden können. Hier ist dann eine darauf spezialisierte „Klinik für Gefäßchirurgie“ erforderlich, in der solche Eingriffe Routine sind.


Gefäßkrankheiten Essen
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