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Gefässkrankheiten in Essen

Lymphödem

Begriffserklärung
Das Lymphödem beschreibt eine „Schwellung“ von Beinen oder Armen, die durch eine angeborene oder erworbene Transportschwäche des Lymphgefäßsystems zustande kommt. Als Beispiel sei hier die übermäßige Schwellung der Knöchel bei Übergewicht und langem Sitzen genannt.

Symptome
Das Lymphödem versursacht ein Schweregefühl bis hin zum einem schmerzhaften Spannungsgefühl der Beine oder Arme. Ein Eindrücken des Ödems kann minutenlang sichtbare „Dellen“ hinterlassen. Die Füße sind oft ebenfalls von der Schwellung mit betroffen. Abends ist der Befund deutlicher ausgeprägt als morgens. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu Rötungen, Gewebeverhärtungen und „Wasseraustritt“ an den Beinen kommen.

Diagnose
Die Diagnose wird im wesentlichen durch den klinischen Blick sowie eine ausführliche Befragung und Untersuchung der Beine durch einen entsprechenden Facharzt gestellt (z.B. Arzt mit Schwerpunkt Phlebologie oder Lymphologie sowie Angiologen). Zusätzlich können per Ultraschall erweiterte Lymphspalten , in seltenen Fällen auch röntgenologisch Abflußhindernisse des Lymphgefäßsystems dargestellt werden.

Therapie
Das Lymphödem wird durch eine dauerhafte Entstauungs- bzw. Kompressionstherapie behandelt. Grundlage ist eine ausreichende Bewegung (z.B durch Spaziergänge, Walking, Schwimmen) sowie das Tragen von Kompressionsstrümpfen (tagsüber). Je nach Befundausprägung werden vorübergehend Kompressionsverbände angelegt oder zusätzlich Lymphdrainage verordnet. Eine operative Behandlung bzw. Beseitigung des Lymphödems ist prinzipiell nicht möglich. Eine Behandlung mit Wassertabletten ist nicht geeignet, sie führt sogar dauerhaft zu einer Verschlechterung der Erkrankung.


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