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Gefässkrankheiten in Essen

Phlebitis/Venenentzündung

akute Venentzündung

Begriffserklärung
Phlebitis ist der medizinische Fachbegriff für „Venenentzündung“ oder auch „Oberflächenthrombose“. Ein einfaches Beispiel für eine Venenentzündung ist die rote schmerzhafte Vene einige Tage nach Anlegen einer Infusionsnadel an der Hand, wie es im Krankenhaus durchgeführt wird.

Symptome
Die akute Phlebitis zeigt sich in einer schnell entstehenden druckschmerzhaften Verhärtung und Rötung im Verlauf einer gesunden Vene an Armen oder Beinen oder – meistens- einer Krampfader am Bein. Die erkrankte Vene ist an dieser Stelle „verstopft“ („thrombosiert“), deutlich überwärmt und der Schmerz kann in Ruhe oder bei Bewegung in andere Regionen des Beines ausstrahlen. Die abheilende, dann ungefährliche Venenentzündung wird bräunlich-gelblich und geht zurück wie ein blauer Fleck. Die tastbare Verhärtung der Vene bleibt wochenlang bis wenige Monate bemerkbar. Der „Thrombus“ wird in dieser Zeit vom Körper abgebaut.

Diagnose
Die Phlebitis wird durch ihr meist typisches Aussehen erkannt. Wichtig bei der eindeutigen Diagnose ist die Ultraschalluntersuchung, mit der man den Verschluß bzw. den Thrombus in der Vene nachweisen kann. Eine Venenentzündung kann innerlich gefährlich ausgeprägter sein als äußerlich sichtbar. Sie kann im schlimmsten Fall zu einer tiefen Venenthrombose mit Lungenembolie führen.

Therapie
Die Therapie der Phlebitis besteht immer aus einem Kompressionsstrumpf oder Kompressionsverband. Mit Strumpf oder Verband darf und sollte gelaufen werden, um eine Abheilung der Entzündung zu fördern. Bei ausgeprägten Befunden ist die Gabe von Heparinspritzen für einige Tage erforderlich. manchmal sogar eine notfallmäßige Operation um einer drohenden Lungenembolie vorzubeugen. Kontrolluntersuchungen beim Arzt, zum Teil mit erneuten Ultraschallkontrollen, sind wichtig, um ein Fortschreiten der Venenentzündung nicht zu übersehen und entsprechend weiterzubehandeln. Der Kompressionsstrumpf muß längere Zeit tagsüber getragen werden. Die Gabe eines Antibiotikums ist nicht erforderlich. Sollte die Venenentzündung in einer Krampfader aufgetreten sein, ist oft die spätere Entfernung dieser Krampfader wichtig, um weitere und schlimmere Komplikationen zu vermeiden.

 


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